NEWS & TERMINE

04.08.2011

Spendenaufruf für die juristische Auseinandersetzung zur Ostrandstraße

Die Stadt Dessau-Roßlau macht ernst: Schillerpark und UNESCO-Weltkulturerbe sind von einem Planfeststellungsbeschluß zur Ostrandstraße bedroht. Wie zu befürchten war, ficht die Stadt die vielfältigen fachlichen und formalen Fehler ihres Verwaltungsverfahrens nicht an und sie schreitet nun zum Erörterungstermin, der vom 25. bis 30.8. stattfinden soll (siehe aktuelles Amtsblatt vom 30. Juli). Warum sollte sie sich auch um Fehler schehren, schließlich ist das städtische Tiefbauamt Antragsteller und Genehmigungsbehörde in einem.

Stoppen können dieses skandalöse Vorgehen jetzt wohl nur noch Gerichte. Und dafür stehen die Chancen gut. So hat die Stadt z.B. die Planung in zwei Abschnitte geteilt, aber nicht getrennt begründet. Ein schwerer Formfehler. Außerdem wurden wichtige Naturschutzfragen mißachtet. Und nicht zuletzt verstößt die Planung gegen Rechte von AnwohnerInnen und GrundstücksbesitzerInnen. Wird die Planung vor Gericht ebenso kassiert wie jüngst die Pläne zur Verlängerung der A 143 bei Halle, dürfte das dem ganzen Irrsinnsvorhaben einen schweren Schlag beifügen und bietet die Chance, die Verkehrspolitik der Stadt vom Kopf auf die Füße zu stellen.

Dass die Bürgerinitiative der Stadt juristisch Paroli bieten kann, hat sie gezeigt. Aber eine gerichtliche Auseinandersetzung um die Ostrandstraße wird Geld kosten:

- Der Anwalt der Bürgerinitiative muß den Eröterungstermin umfassend begleiten.
- Die Klage muß vorbereitet werden.
- Und schliesslich droht eine gerichtliche Auseinandersetzung.

Daher bitten wir um Spenden. Dazu gibt es drei Möglichkeiten:

Einfach und direkt:
20 €, 100 € oder 500 € an die Bürgerinitiative spenden.
Kontonummer: 1277553
BLZ Volksbank Dessau-Anhalt eG: 800 935 74
Öffentlichkeitswirksam:
Beim Straßenfest in Dessau-Nord mit Vereinen oder Freunden Geld erlösen. Ob mit Waffeln backen, Kinderflohmarkt oder einer Lotterie - Ideen sind gefragt!
Nachhaltig:
Wie teuer das Gerichtsverfahren wird, weiß man erst hinterher. Daher werden Bürgen benötigt, die bereit sind, die Klage mit einer Bürgschaft von 500 € oder sogar noch einer höheren Summe abzusichern.
Bitte verbreiten Sie diesen Spendenaufruf weiter, bitte werben Sie für eine
umweltfreundliche Mobilität!

13.12.2010

Öffentliche Auslegung der Planungsunterlagen zur Ostrandstraße nur noch bis 15. Dezember 2010

Die Bürgerinitiative „Dessau – Natürlich Mobil“ weist darauf hin, dass die Planungsunterlagen zur Ostrandstraße mit zweiter Muldbrücke nur noch bis einschließlich 15.12.2010 im Tiefbauamt in Roßlau und in der Hauptbibliothek der Anhaltischen Landesbibliothek in Dessau zur Einsicht ausliegen. JEDER Bürger kann bis einschließlich 07.01.2011 schriftlich bei der Stadt Dessau-Roßlau, Dezernat für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Zerbster Straße 4, 06844 Dessau-Roßlau, Einwendungen gegen den Plan erheben.

Nach Ablauf dieser Frist sind Einwendungen ausgeschlossen. Möglichst viele Interessierte und Betroffene sollten davon Gebrauch machen und sich auch nicht vom Umfang der Akten abschrecken lassen. Die Einwendungen können formlos erfolgen, es sind keine umfangreichen fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten erforderlich.

Kleiner Tipp: Die Dessauer GRÜNEN haben die Unterlagen inzwischen auf ihrer Website veröffentlicht.


07.09.2010

Die Bürgerinitiative „Dessau – Natürlich Mobil“ kritisiert Planungen der Stadt zur Albrechtstraße

Unausgegoren und fahrradfeindlich. So bewertet die Bürgerinitiative „Dessau – Natürlich Mobil“ die Vorplanungen der Stadt für den Rückbau der Albrechtstraße. Insbesondere die Radwege an der Albrechtstraße, die in einem katastrophalen Zustand sind, will die Stadt in diesem Zuge nicht mitsanieren. In den öffentlich ausgelegten Planungsunterlagen wird nur kurz darauf eingegangen, dass die bestehenden Rad- und Fußwege in einem schlechten Zustand sind und dass vor einer Erneuerung geprüft werden müsste, ob und wie der Baumbestand gerettet werden könnte. Da keine anderweitigen Planungen und Finanzierungskonzepte für diese Radwege bekannt sind, ist eine mittelfristige Verbesserung der Situation für Radfahrer nicht zu erwarten

„Die Stadtverwaltung muss hier jedoch dringend handeln“ fordert Frank Brozowski von der Bürgerinitiative, „es kann ihr nicht verborgen geblieben sein, dass die Radwege entlang der Albrechtstraße in einem so schlechten Zustand sind, dass ein Befahren zumindest für Kinder oder mit Kinderanhängern mit einem erheblichen Risiko verbunden ist“.

An den Vorplanungen für die Albrechtstraße zeigt sich, dass der für Dessau traditionell bedeutsame Radverkehr nicht berücksichtigt wird. Für die Planer der Stadt ist eine Erneuerung der Radwege offensichtlich nur an der jetzigen Stelle vorstellbar. Tatsächlich sind neue Radwege in der Albrechtstraße auch auf der bisherigen Autoverkehrs-Fahrbahn machbar und sinnvoll.

Stadtauswärts sind für den Autoverkehr streckenweise zwei Richtungsfahrspuren geplant, was aus mehreren Gründen unsinnig ist. Erstens ist nicht einzusehen, warum mehr Autos aus der Stadt herausfahren als hinein. Zweitens ist bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h kein Überholbedarf gegeben. Und drittens sollen die zwei Spuren an Kreuzungen ohnehin wieder auf eine zusammengeführt werden, wodurch sogar neue Unfallrisiken entstehen.

Wir fordern für die Sanierung der Albrechtstraße:
- Neue und zeitgemäße Radwege auf der Straße
- Eine vernünftige (= reduzierte) Breite der Fahrbahn für den motorisierten Verkehr
- Einen Erhalt des wertvollen Baumbestandes im Bereich der alten Rad- und Fußwege

Für einen optimierten Lärmschutz fordern wir außerdem:
- Eine Sperrung für den durchfahrenden Schwerlastverkehr
- Eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h
- Verwendung eines lärmarmen Fahrbahn-Belags
- Eine konsequentere Lenkung des Verkehrs auf die Roßlauer Allee (v. a. durch Ampelschaltung)
- Die Schaffung einer „grünen Welle“ in den Bereichen Albrechtstraße, Albrechtplatz und Kavalierstraße, die anders als bisher an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit angepasst ist.

In der vorliegenden Form sind die Pläne jedenfalls nicht anwohnerfreundlich, von ihrer Lärmminderungswirkung zweifelhaft und verkehrstechnisch nicht zeitgemäß. Die Bürgerinitiative „Dessau – Natürlich Mobil“ fordert eine moderne und fachlich hochwertige Verkehrsplanung. Der Begriff „Fahrradfreundliche Stadt“ darf nicht länger eine Farce bleiben!

Für die Bürgerinitiative „Dessau – Natürlich Mobil“
Dr. Frank Brozowski
Mohsstraße 9
06846 Dessau-Roßlau


22.08.2010

Dritter gemeinsamer Sonntagsspaziergang von "Dessau Natürlich Mobil"
Diesmal per Fahrrad!

Gefahren wird teilweise entlang der bereits vorhandenen Straßenabschnitte und in der näheren Umgebung wie Friedrichsgarten, Eichendom und Muldedeich. Die Veranstaltung endet im Riekchen.
Geführt wird die Tour von Birgit Kadura und Dr. Burkhard Huckestein.

Treffpunkt: Sonntag 22.08.2010 um 10 Uhr auf dem Parkplatz neben der Gaststätte Zollhaus hinter der Friedensbrücke. Die Veranstaltung endet gegen 11.30 Uhr. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum zwanglosen Austausch über das Thema „Nordumgehung“ und die damit verbundenen Aktivitäten der Bürgerinitiative im Biergarten „Riekchen“.

Weitere Sonntagsspaziergänge mit wechselnden Themenschwerpunkten sind in Vorbereitung und werden entsprechend angekündigt.


27.06.2010

Zweiter gemeinsamer Sonntagsspaziergang von "Dessau Natürlich Mobil"
Zu den "Verborgenen Schätzen" entlang der geplanten Nordumgehungstrasse führt der zweite Sonntagsspaziergang. Unter Führung von Burkhard Duhm erfahren die Teilnehmer allerlei Wissenswertes z.B. über die Pyramide am Gänsewall und den Eichendom. Außerdem wird der Trassenverlauf zwischen Waggonbau bis zur Kleingartenanlage Schillerpark sichtbar gemacht.

Treffpunkt: Sonntag 27.06.2010 um 10.00 Uhr an der Aral-Tankstelle Ecke Albrechtstraße/Walderseestraße. Die Veranstaltung endet gegen 11.30 Uhr am Biergarten Riekchen wo wieder Gelegenheit zumzwanglosen Austausch besteht.


16.05.2010

Erster gemeinsamer Sonntagsspaziergang von "Dessau Natürlich Mobil"
Am 16.05.2010 treffen sich Interessierte um 10.00 Uhr an der Muldebrücke Richtung Wasserstadt zum ersten Sonntagsspaziergang entlang der Trasse der geplanten Nordumgehung. Abschließend kann man sich im Riekchen (ehemalige Heidelbeerschänke) zwanglos zum Thema austauschen.


27.01.2010

Gartenreich statt Straßenreich: Für und Wider die Nordumgehung
Diskussionsveranstaltung um 19.00 Uhr im Ratssaal der Stadt Dessau-Roßlau, Zerbster Straße

Das geplante Projekt der Nordumgehung (Ostrandsstraße) polarisiert die Dessauer Bevölkerung. Gemeinsam mit den Sparten Schillerpark und Scheplake des Kleingartenvereins Dessau laden wir zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung und möchten Sie mit Hilfe der von uns eingeladenen Referenten detailliert zu den aktuellen Plänen zur Nordumgehung sowie zu möglichen Alternativen informieren.
Die ehrliche und transparente Diskussion halten wir für wichtig. Mit Ihnen, unseren Referenten sowie weiteren Experten möchten wir anschleßend "Für und Wider" sowie Umwelt- und Naturschutzaspekte der Nordumgehung und möglicher Alternativen diskutieren.
Lesen Sie mehr - hier finden Sie das Programm der Veranstaltung!

10.06.2009

Fotoaktion "Schlagloch des Monats
Unsere Fotoaktion ist beendet: Die Fotoaktion „Schlagloch des Monats“ der Bürgerinitiative „Dessau – natürlich mobil“ in der Stadt Dessau-Roßlau hat eine überraschend große Resonanz erfahren. 132 Fotos von Schlaglöchern und Schäden auf Dessaus Straßen, Rad- und Fußwege sind eingegangen – genug, um 11,5 Jahre lang jeden Monat ein ansehnliches „Schlagloch Monats“ zu küren. Vor allem für Radfahrer und Fußgänger sind viele dieser Schäden nicht zu unterschätzende Gefahrenquellen. Dies war Anlass für uns, eine Fotomappe mit allen Einsendungen am 10.6. in der Bürgersprechstunde dem Stadtrat zu übergeben. Wir fordern Stadtrat und Verwaltung der Stadt Dessau-Roßlau auf, die Prioritäten im Straßenbau neu zu setzen und statt dem Neubau unsinniger Straßen bestehende Straßen und Wege in akzeptablen Zustand zu bringen. Lesen Sie mehr!

18.04.2009

Lärm für Ruhe im Schillerpark
Am Samstag (18.4.09) wurde es im sonst so ruhigen und beschaulichen Schillerpark nahe dem Waldbad „Stillingen“ ungewohnt laut: Etwa 100 Bürgerinnen und Bürger von Dessau-Roßlau hatten sich versammelt, um mit unserer Bürgerinitiative gegen die geplante Ostrandstraße durch Dessau-Nord zu demonstrieren. Unter dem Motto „Autolärm? Nein Danke!“ machten wir mit einer realitätsgetreuen Lärmsimulation aus mehreren Lautsprechern allen Anwesenden deutlich, auf welchen Lärm sich die Menschen in Dessau-Nord infolge der Ostrandstraße einstellen müssen. Lesen Sie mehr!

16.04.2009

Für kommenden Samstag den 18.4.2009 laden wir unter dem Titel "Autolärm? Nein Danke!" alle interessierten Bürgerinnen und Bürger für den um 10.00 Uhr zu einem Ortstermin mit Lärm-Simulation an der geplanten Trasse der Ostrandstraße ein.

Zwischen dem Schwimmbad "Stillinge" und der nach Wörlitz verlaufenden Bahntrasse im idyllischen Wäldchen nahe der Pyramide des Gänsewalls (Karte)wollen wir uns für ein ruhiges Dessau versammeln.

Für weitere Informationen lesen Sie bitte unsere Presseinformation!

15.04.2009

"Schlagloch des Monats"
Um auf den miserablen Zustand vieler Straßen hinzuweisen, suchen wir mit Hilfe aller Dessau-Roßlauer die schlechtesten Straßen der Stadt. Wir rufen die Bürger der Stadt auf, bis zum 9. Mai Straßen, Rad- und Gehwege zu fotografieren, die durch Schlaglöcher oder andere Schäden den Verkehrsteilnehmern das Fahren oder Gehen erschweren.
Die Fotos sollen auf unserer Website
veröffentlicht werden. Außerdem losen wir aus allen Einsendungen einen Gutschein für eine Frühjahrs-Inspektion Ihres Fahrrades aus.
"Mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger wollen wir der Stadt zeigen, wo die wirklichen Schwachstellen in der Infrastruktur liegen", begründet Burkhard Huckestein, unser Vorsitzender die Foto-Aktion.
Fotos mit dem Vermerk von Aufnahme-Ort und -Zeit können geschickt werden per Post an Dirk Günther, Beethovenstraße 9, 06844 Dessau-Roßlau, oder per E-Mail an fotoaktion@dessau-natuerlich-mobil.de

Lesen Sie dazu auch eine Presse-Veröffentlichung in der Mitteldeutschen Zeitung.


07.04.2009

Vorbereitungen zur "Lärm-Simulation" laufen auf Hochtouren!
Die Bürgerinitiative Dessau Natürlich Mobil lädt unter dem Titel "Autolärm? Nein Danke!" alle interessierten Bürgerinnen und Bürger für den 18.4.2009 um 10.00 Uhr zu einem Ortstermin mit Lärm-Simulation an der geplanten Trasse der Ostrandstraße ein.

Zwischen dem Schwimmbad "Stillinge" und der nach Wörlitz verlaufenden Bahntrasse im idyllischen Wäldchen nahe der Pyramide des Gänsewalls (Karte) wollen wir uns für ein ruhiges Dessau versammeln.

Verkehrsgeräusche vom Tonband in realer Lautstärke werden den Lärm des zu erwartenden Verkehrsaufkommens simulieren.

Wir freuen uns auf Ihr/Euer zahlreiches Erscheinen. Gemeinsam wollen wir ein "lautstarkes" Zeichen gegen die geplante Ostrandstraße setzen!


10.03.2009


Presseinformation zur Lärmaktionsplanung der Stadt Dessau-Roßlau
Mit der Lärmaktionsplanung strebt die Stadt Dessau-Rosslau eine Lärmminderung im Innenstadtbereich an. Ein Mittel zum Zweck des Plans ist der Bau der Ostrandstraße und die Verlagerung des Verkehrs und des Lärms in ruhige Stadtrandbereiche von Dessau-Nord.

Wir halten das für grundlegend falsch:
Unsere aktuelle Presseinformation fasst wesentliche Argumente gegen den Lärmplan der Stadt zusammen.



30.01.2009


Fünf Argumente für die Ostrandstraße???
Die Stadt Dessau-Roßlau begründet den Bau der Umgehungsstraße mit zweiter Muldbrücke um Dessau-Nord mit einer Reihe von Zielen, die nur auf den ersten Blick sinnvoll scheinen.

Wir haben die Argumente der Stadt einmal näher betrachtet:
In unserem aktuellen Flugblatt zeigen wir auf, warum der Bau der Ostrandstraße besonders für Dessau Nord mit Nachteilen verbunden ist und auch für das Zentrum von Dessau keine Vorteile bietet.



21.01.2009


Ein großer Verfechter der geplanten 2. Muldbrücke und der geplanten Ostrandstraße ist der ehemalige Dessauer Baudzernet Karl Gröger. Nach 18 Jahren Tätigkeit in der Stadtverwaltung ging er nun in den Ruhestand. Aus diesem Anlass führte die MZ ein Interview mit ihm. Im Gespräch mit MZ-Redakteur Steffen Brachert bedauerte er, dass er den geplanten Bau der zweiten Muldbrücke als Teilstück der Ostrandstraße in seiner Amtszeit nicht mehr zu Ende bringen konnte.

In einem Leserbrief kritisiert unser Vorstandsmitglied Dr. Burkhard Huckestein die veralteten Stadtentwicklungspläne und stellt Herrn Grögers Forderungen nach der
zweiten Muldbrücke in der Wasserstadt massiv in Frage.


Hier befindet sich ein Link zur Kartenansicht der geplanten Ostrandstraße.

Zwei Leserbriefe aus der MZ zur geplanten Ostrandstraße können hier runtergeladen und gelesen werden.

Auf unserem Flyer findet ihr zusammengefasst alle relevanten Informationen zur Ostrandstraße und zur Mitgliedschaft in unserem Verein.



Markus Geupel © 2009