Die Ostrandstraße und der Bau einer 2. Muldebrücke
Das Tiefbauamt der Stadt Dessau-Roßlau möchte die Planungsleistungen zur Ostrandstraße wieder aufnehmen. Die Ostrandstraße (auch "Nordumgehung" genannt) soll die B 185 (Muldebrücke) und die B 184 (nördlicher Stadteingang) miteinander verbinden. Zu diesem Zwecke ist der Bau einer zweiten Muldebrücke geplant.
Die Erarbeitung der Planfeststellungsunterlagen soll unter Berücksichtigung der denkmalrechtlichen Festsetzungen sowie unter Fortführung der abschließenden Beteiligung des Weltkulturerbebüros der UNESCO in Paris erfolgen.
"Die Ostrandstraße mit den Bauabschnitten Entlastungsstraße Schlachthof, Ringschluss- Dessau- Nord und Zweiter Muldebrücke ist Bestandteil des im Verkehrsentwicklungsplan festgesetzten künftigen Straßenhauptnetzes der Stadt Dessau-Roßlau. Die Straße verbindet die Haupterschließungsstraße des WBD-Industrieparks mit der des Gewerbegebietes auf dem Schlachthofgelände und findet eine Weiterführung in der geplanten zweiten Muldequerung und bildet somit eine durchgängige Straßenverbindung zwischen der B 185 (Muldebrücke) und der B 184 am nördlichen Stadteingang."
Ein möglicher Verlauf der Umgehungsstraße kann unter dieser Verknüpfung eingesehen werden.
Da die geplante Straße wahrscheinlich das Weltkulturerbe Dessau- Wörlitzer-Gartenreich beeinträchtigen wird, sind umfassende Abstimmungen mit den Denkmalschutzbehörden des Landes Sachsen-Anhalt nötig. Im Jahr 2007 ist die internationale Staatengemeinschaft über das Weltkulturerbebüro der UNESCO in Paris über das Bauvorhaben informiert und zu einer Bewertung bezogen auf das Weltkulturerbe Dessau-Wörlitzer-Gartenreich aufgefordert worden. Eine solche Bewertung wird von der UNESCO gemeinsam mit dem Fachgremium ICOMOS-Deutschland erstellt.