Biodiversität: Der Andenstaat Ecuador und insbesondere die östlich der Bergkette liegende Vorandenregion Napo zeichnet sich durch große zusammenhängende Waldgebiete aus. Im Übergang zum Amazonastiefland befindet sich die Region des Rio Napo, eines der großen Nebenflüsse des oberen Amazonas. Die Vegetation dieses Gebiete ist stark geprägt vom Übergang des tropischen Bergnebelwaldes zum immergrünen Tieflandregenwald des Amazonasbeckens. Die tropischen Berg- und Nebelwälder sowie die immergrünen tropischen Tieflandregenwälder am östlichen Andenfuß von Ecuador gehören zu den artenreichsten Gebieten unseres Planeten. Während der Eiszeiten war das Wassereinzugsgebiet des Rio Napo vermutlich ein Rückzugsregion des tropischen Regenwaldes. Eine topografisch abwechselnde Landschaft, immergleichbleibende Temperaturen, sowie das hohe Alter dieses Ökosystem Tropischer Regenwald förderten und fördern den Endemismus, d.h. Tiere und Pflanzen die nur in diesem bestimmten Raum vorkommen. Dies führte zu "Rekorden" in der Artenzusammensetzung in dieser Region.
Nach Untersuchungen unserer Partner-organisation Fundación Ecológica Curiquingue (FUNECU) konnten auf einem Hektar (100 x 100 m) des dortigen Primärregenwaldes bei einer Bauminventarisierung 248 verschiedene Baumarten (in ganz Mitteleuropa gibt es ungefähr 150) festgestellt werden, wobei 50% der Bäume nur einmal vertreten waren. In der 10 km östlich gelegenen Fundación Jatun Sacha wurden nach einer Bestands-aufnahme auf einem Hektar 1500 Pflanzen-arten festgestellt. Auf dem insgesamt mehrere hundert Hektar umfassenden Schutzgebiet konnten alleine 435 Vogelarten,

sowie 120 Amphibien- und Reptilienarten beobachtet werden. Desweiteren tragen unzählige Insektenarten zur schier „unüberschaubaren“ Biodiversität bei.

Die enorme Vielfalt an verschiedenen Lebensformen und seine atemberaubende Schönheit machen diesen Naturraum ebenso einzigartig wie schützenswert.


Zerstörung:

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